Artenschutzbestimmungen für Sittiche

Da immer wieder Unklarheit herrscht, welche Sittiche wie unter Artenschutz stehen, hier zur Klarstellung:

Zu den nicht geschützten Arten gehören nur Wellensittiche, Nymphensittiche und der Kleine Alexandersittich (Halsbandsittich, Psittacula krameri). Diese sind weder anzeige- noch nachweispflichtig, noch besteht eine Ringpflicht oder sonstige Kennzeichnungspflicht. Abgesehen von diesen drei Sitticharten gehören nur noch die Rosenköpfchen zu den nicht geschützten Arten.

auf hand 10Foto: Wellensittiche stehen nicht unter Artenschutz

Dann gibt es Arten, die zwar unter Schutz stehen, aber von der Anzeige- und Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind. Hierzu gehört der Australische Königssittich, Rotflügelsittich, Barnardsittich, Kragensittich,Bauers Ringsittich, Katharinasittich, Ziegensittich, Schwalbensittich, Mönchssittich, Feinsittich, Schmucksittich, Schönsittich, Glanzsittich, Bourkesittich, Blutbauchsittich, Blasskopfrosella, Gelbbauchsittich, Pennantsittich, Prachtrosella, Strohsittich, Stanleysittich, Brownsittich, Princess-of-Wales-Sittich, Bergsittich, Schildsittich, Hooded Sittich, Singsittich, Vielfarbsittich, Großer Alexandersittich und der Rotkappensittich.

Mönchssittich-300x225Foto: Mönchssittiche brauchen keinen Artenschutzring

Sowohl bei der Artenschutzbehörde angezeigt als auch mit einem Artenschutzring gekennzeichnet werden müssen folgende Sittiche: Amboina Königssittich, Grünflügel Königssittich, Blaustirnsittich, Guayaquilsittich, Kubasittich, Jendayasittich, Weißwangensittich, Sonnensittich, Norfolk Laufsittich, Forbes Springsittich, Hornsittich, Goldsittich, Nandaysittich, Goldbauchsittich, Nachtsittich, Erdsittich, Pompadoursittich, Goldschultersittich, Paradiessittich, Rosenbrustbartsittich, Taubensittich, Pflaumenkopfsittich, Mauritiussittich, Langschwanzedelsittich, Blaulatzsittich, Rotbauchsittich, Arasittich und der Maronenstirnsittich.

Wer einen der letztgenannten Sittiche erwirbt, muss also darauf achten, dass ihm eine Herkunftsbezeichnung mit vorgelegt wird (Cites oder Züchterbescheinigung) und dass der Vogel einen Ring trägt (ab 2005 geschlossene Ringe). Außerdem muss er den Vogel bei der zuständigen Artenschutzbehörde anmelden. Auch Züchter müssen ihre Jungtiere innerhalb von drei Monaten dort anmelden. Genauso gemeldet werden müssen Abgänge, sowohl durch Tod als auch durch Verkauf, wobei dann auch gemeldet werden muss, an wen der Verkauf erfolgte.

Die bis 2012 geltende Kennzeichnungspflicht mit Psittakoseringen, die für alle Papageienvögel gegolten hat, ist Geschichte. Das heißt, dass die Sittiche, die der Kennzeichnungspflicht nach dem Artenschutzrecht nicht unterfallen, nicht beringt werden müssen. Dass viele Züchter dies aus praktischen Gründen dennoch tun, steht auf einem anderen Blatt.

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