Sperlingspapageien

Sperlingspapageien im Sittichschwarm? Wie kommt das?

Normalerweise haben Papageien in einem Sittichschwarm nichts verloren. Das könnte Mord und Totschlag geben! Eine Ausnahme gibt es allerdings bei den Sperlingspapageien, das sind die Augenring-Sperlingspapageien. Und nur diese! Blaugenick-Sperlingspapageien, die weitaus häufiger vorkommen, sind wesentlich aggressiver und sollten nur paarweise oder in großen Volieren im arteigenen Schwarm gehalten werden.

Augenring-Sperlingspapageien hingegen sind wesentlich friedlicher und lassen sich mit anderen friedlichen Vögeln, zumindest außerhalb der Brutzeit und wenn genügend Platz da ist, gut vergesellschaften.

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Foto: Augenring-Sperlingspapagei (rechts) und Bourkesittiche

Für eine Haltung im Schwarm mit australischen Sittichen wie Wellis, Bourkies oder Nymphen spricht auch, dass sie ganz ähnlich ernährt werden müssen.

Augenring-Papageien sind recht ruhige Tiere, die aber nicht unbedingt zahm werden.

1513013Foto: Sperlingspapageien klettern gerne

Durch die geringe Größe kann man sie gut auch in einer kleineren Wohnung halten. Zudem sind sie relativ leise, von der Lautstärke her in etwa so wie Wellensittiche, mit dem Unterschied, dass sie nicht wie diese den ganzen Tag am “brabbeln” sind, sondern auch mal längere ruhige Phasen haben.

Wer die Tiere tatsächlich im Sittichschwarm, im arteigenen Schwarm oder zusammen mit anderen friedlichen Vögeln halten möchte, benötigt eine große Voliere von mindestens 3 m Länge, so dass gewährleistet ist, dass sich die Tiere, insbesondere die verschiedenen Gattungen, aus dem Weg gehen können und jede ihr Rückzugsgebiet finden kann. Es sollte auch die Möglichkeit bestehen, die Tiere im Notfall zu trennen.

Wer nur ein Pärchen Sperlingspapageien halten möchte, kann dies in einem Käfig ab 1 m Länge tun. Die Tiere brauchen dann allerdings mehrere Stunden Freiflug am Tag.

004Foto: In großen Volieren auch Schwarmhaltung möglich – Augenring-Sperlingspapageien

Augenring-Sperlingspapageien gibt es nur in grün. Bei “bunten” Sperlingspapageien handelt es sich in der Regel um Blaugenick-Sperlingspapageien.

süßesperlis2Foto: Blaunacken

Diese sind in der Regel aktiver und neugieriger, aber auch deutlich aggressiver als Augenring-Sperlingspapageien und daher nicht in einen Sittichschwarm zu integrieren. Meist wird bei Blaunacken eine reine Paarhaltung empfohlen. Wer mehr über die Haltung von Sperlingspapageien erfahren möchte, sollte mal zum papageien-blog surfen!

So muss bei einer Haltung von Sperlingspapageien z. B. auch bedacht werden, dass diese nicht “frostfest” sind. Die Temperaturen in der Voliere sollte nicht unter 15 Grad abfallen. Von daher ist eine Haltung in reinen Außenvolieren nicht möglich.

 

2 Gedanken zu „Sperlingspapageien

  1. Thomas Porrmann

    Ichh kann die Aussagen in diesem Artikel, die man auch in jedem Buch finden kann absolut nicht bestätigen!
    Habe einen kleinen Schwarm mit 9 Blaunacken und 8 Wellis, ständig im Freiflug. Sie vertragen sich hervorragend, d. h. sie respektieren sich, sie können miteinander zwar nichts anfangen, da sie aus unterschiedlichen Weltgegenden stammen aber sie leben in friedlicher Koexistenz, fressen aus dem selben Napf, benutzen gleichzeitig die selben Stangen und tun sich nichts.
    Auch die Aussage, sie lediglich als Paar zu halten ist falsch.
    Dies stellt nur das absolute Minimum dar, sie fühlen sich aber in Gemeinschaft wohler, sie sind Schwarmvögel.

    Antworten
    1. sittichschwarm Artikelautor

      Hallo Thomas, schön, dass dies bei dir so gut klappt, aber die Regel ist es nicht. Sperlingspapageien haben ein nicht zu unterschätzendes Aggressionspotential, so klein sie auch sind. Du findest auch im Internet jede Menge Berichte, wo es schief gegangen ist, auch mit Artgenossen, besonders wenn man nur zwei Paare zusammen halten möchte. In einem größeren Schwarm ist es meistens einfacher. Nur haben wenige Halter die Möglichkeit, vom Platz her einen größeren Schwarm zu halten. Von daher rate ich zur Vorsicht. Wer es wagen möchte, sollte zumindest die Möglichkeit haben, die Tiere wieder zu trennen und sie dennoch in artgerecht großen Volieren halten zu können.

      Antworten

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