Ernährung

Die Ernährung der Sittiche ist artabhängig. Südamerikanische Sittiche zum Beispiel benötigen einen wesentlich höheren Obstanteil als unsere Australier, die als Grasland- und Steppenbewohner hauptsächlich Sämereien benötigen. Dies ist wichtig zu wissen, jeder Sittichhalter sollte sich über die Ernährungsbedürfnisse seiner Pfleglinge unbedingt im Speziellen kundig machen!

Ein paar Grundinformationen sind jedoch für alle Sitticharten gültig:

Wasser und Futter müssen jeden Tag frisch gegeben werden. Der Wassernapf ist dabei gut unter heißem Wasser zu reinigen. Ich verwende im Wechsel zwei Wassernäpfe, so dass einer nach dem Reinigen immer ganz austrocknen kann, was ein Ansiedeln von feuchtigkeitsliebenden Krankheitserregern (z. B. Trichomonaden) verhindert.

Körnerfutter gibt es heutzutage für alle Arten im Handel zu erwerben. Wenn der örtliche Zooladen nicht gut sortiert ist, bieten sich die Internetshops an, die eine große Auswahl und teilweise eine wirklich gute Qualität haben. Die Qualität des Körnerfutters kann man ganz gut durch eine sensorische Prüfung beurteilen. Sieht es gut aus, oder sind die Körner grau und teilweise aufgebrochen oder durchlöchert? Riecht es gut, oder etwa muffig? Enthält es viel Staub, Schmutz oder Fremdbestandteile?

Allen Sittichen sollte zusätzlich zum Körnerfutter  etwas Frisches angeboten werden, je nach Sittichart mehr oder weniger häufig. Die von mir gehaltenen australischen Arten erhalten zweimal in der Woche Frischfutter. Zu viel Frischfutter stimuliert bei diesen Tieren den Bruttrieb und wird daher nur in der Zuchtsaison täglich angeboten. Dabei kommt vor allem Salatgurke, Löwenzahn (nicht vom Straßenrand oder gespritzten Wiesen!), Apfel, Paprika (am besten in Bioqualität), Möhren und Möhrengrün oder verschiedene Grassamen in unterschiedlichen Reifestadien in Betracht.

Meine Katharinasittiche erhalten einen höheren Frischfutteranteil. Sie lieben auch süße Obstsorten wie Feigen, Physalis, Erdbeeren, Aprikosen, etc. und sind generell besser an neue Obst- oder Gemüsesorten zu gewöhnen.

Auch Laufsittiche (Ziegensittiche, Springsittiche) benötigen mehr Frischfutter und sollten jeden Tag etwas Obst und Gemüse und/oder Grünfutter angeboten bekommen. Da sie so neugierig sind, sind sie in der Regel schnell an neue Futterbestandteile zu gewöhnen (wenn sie denn schmecken…).Wobei meiner Beobachtung nach Laufsittiche weniger am Obst selbst, als an den frischen (Samen-)kernen interessiert sind. So werden bei Paprika, Tomate, Gurke, Kiwi, aber auch bei Apfel und Birne am liebsten die Kerne gefressen.

Alle Sittiche knabbern gerne an frischen Ästen von Obstbäumen oder Haselnuss.

gurkeIm Winter kann man das normale Vogelfutter auch keimen und zu kleinen grünen Sprossen heranwachsen lassen. Weiter unten wird die Herstellung erklärt. Oder man zieht auf der Fensterbank Vogelmiere oder Golliwoog.

Gerne genommen und als Leckerchen geeignet ist Kolbenhirse, hiermit kann man die Vögel leicht handzahm bekommen, weil sie so “scharf” drauf sind. Ein anderes gerne genommenes Leckerchen für kleinere Sittiche sind Knaulgrassamen. Diese sind sogar zudem noch recht kalorienarm.

kohiFoto: Knaulgras, rote Kolbenhirse

Wer die Möglichkeit hat, im Sommer an halbreife Kolbenhirse zu kommen (Eigenanbau, Internetversand) sollte seinen Vögeln diese Leckerei auf jeden Fall gönnen! Halbreife Kolbenhirse kann auch eingefroren werden und stellt ein gutes Aufzuchtfutter dar!

Größere Sittiche stehen als Leckerchen auf fettreiche Naschereien wie Sonnenblumenkerne oder Nüsse. Hier ist Vorsicht geboten vor Übergewicht und Leberschäden. Agilen Sittichen wie Laufsittichen (Ziegensittichen, Springsittichen) kann man aber ab und zu ein paar Sonnenblumenkerne als Leckerchen reichen.

Von Salat, Löwenzahn oder anderen grünen Blättern bekommen australische Sittiche gerne mal einen dünnen, durchfallähnlichen Kot, daher eher sparsam füttern, vor allem wenn die Tiere nicht so daran gewöhnt sind, z. B. nach dem Winter. Salat aus dem Supermarkt füttere ich meinen Vögeln gar nicht, aus Angst vor Spritzmitteln oder Nitratbelastung.

Mit folgenden Obst- und Gemüsesorten habe ich gute Erfahrungen gemacht: Mandarine (filettieren!), Fenchel, Möhren und Möhrengrün, Apfel, Spinat, Basilikum (wegen der ätherischen Öle mit der Menge nicht übertreiben!), Salatgurke, Fenchel, Staudensellerie, Kiwi. Letztlich muss aber jeder selber probieren, was von den Vögeln angenommen wird und was ihnen bekommt. Um den Vögeln eine fremde Obst- oder Gemüsesorte schmackhaft zu machen, kann es bei den australischen Sittichen hilfreich sein, diese im Körnerfutter zu “panieren”. So werden erst mal die bekannten Körner abgepickt, dabei ist schon mancher auf den Geschmack des neuen Gemüses gekommen!

Vom späten Frühjahr an bis in den Herbst hinein kann man verschiedene Gräser in allen möglichen Reifestadien an die Sittiche verfüttern. Auch hier sollte man aufpassen, dass sie ungespritzt und frei von Abgasen oder anderen Verschmutzungen sind. Mir sind keine hier heimische Grassorten bekannt, deren Samenstände nicht gegeben werden dürfen, von daher kann man die ganze Vielfalt nutzen.

versch.graeser

Wie beim Menschen auch ist für Sittiche eine möglichst natürliche Nahrung die beste. Ich halte deshalb gar nichts von gebackenen Futteranteilen, Knabberkeksen, Knabberstangen etc., die mit Honig, Zucker oder Mehl hergestellt sind.

Bourkesittich 49Foto: Bourkesittiche lieben frische Gräser

Kochfutter ist im Grunde ebenfalls unnatürlich, wird aber von manchen Tierärzten als Krankenfutter empfohlen. Ich selber gebe im Krankheitsfall lieber Quell- oder Keimfutter. Denn durch das Kochen werden wertvolle Inhaltsstoffe zerstört, die doch gerade kranke Tiere unbedingt brauchen.

rickyamgrasFoto: Frische Gräser werden gerne gefressen und sind gesund (hier: Nymphensittich)

 Grundfutter: Was macht ein gutes Wellensittichfutter aus?

Für meine Wellensittiche ist mir wichtig, dass das Futter möglichst viele verschiedene Saaten enthält, nicht nur drei Hirsesorten, Glanz und Hafer. Vor allem Hafer ist ein Dickmacher und sollte nur wenig im Futter enthalten sein, wenn die Wellis Gewichtsprobleme haben, was leider häufig der Fall ist. Wichtig ist auch, dass das Futter nicht noch zusätzlich Backwaren oder Zucker enthält, was bei den handelsüblichen Supermarktfuttermitteln oft der Fall ist. Besser hingegen ist die Beimischung von verschiedenen Grassamen oder Wildsamen. Im Internet kann man jedoch einige sehr gute vielfältige Körnermischungen für Wellensittiche bestellen, z. b. dieses, dieses oder das “Wellensittichfutter Grasland” von diesem Anbieter. Um langfristig gesehen eine möglichst große Ausgewogenheit zu erreichen, kaufe ich mal das eine, mal das andere Futter.

Manche Wellensittichfutter enthalten zusätzlich zu den Saaten noch getrocknete Kräuter, Gemüse, Beeren oder Blüten. Dies wird jedoch zumindest von meinen Wellensittichen nicht aufgenommen, weshalb ich es mir sparen kann, ein Futter mit solchen Bestandteilen zu kaufen.

Von Pellets oder Extrudaten zur Fütterung von australischen Sittichen halte ich gar nichts. Diese sind künstlich, zu schnell gefressen und kommen dem Bedürfnis der Vögel nach entspelzbaren Saaten nicht entgegen. Zudem sind sie teuer, vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Großteil davon im Müll landet.

Was macht ein gutes Futter für Bourkesittiche aus?

Auch Bourkesittiche leben in Australien in Grassteppen, von daher gilt für deren Ernährung ähnliches wie für die Wellis: Möglichst vielfältige kohlenhydratreiche Saatenmischungen! Dabei kann auch ein geringer Anteil an größeren Körnern beigefügt sein, wie z. B. Kardi oder Dari / Milo. Dies ist aber keine Pflicht, im Grunde könnten die Bourkies auch einfach eine der oben verlinkten hochwertigen Wellensittichfuttermischungen fressen. Wenn ein Großsittichfutter gegeben wird, sollten keine Sonnenblumenkerne enthalten sein, diese sind sehr fetthaltig und eher nicht geeignet. Ich mache es so, dass ich ein qualitätsvolles Wellensittichfutter (s. o.) mit einem guten Großsittichfutter ohne SBK (z. B. diesem) oder mit einem Neophemenfutter mische. Wenn man eine weniger vielfältige Grundfuttermischung verwendet, kann man zusätzlich einfach eine Grassamen-Mischung untermischen. Zu beachten ist, dass wir nur Saaten verwenden, die zum Verfüttern vorgesehen sind und keine Mischungen aus dem Gartenbedarf, da solche Samen oft gebeizt sind.

Ein solches Großsittichfutter wie das oben verlinkte, oder auch ein qualitativ hochwertiges Neophemenfutter, ohne Sonnenblumenkerne, ist auch für Nymphensittiche gut geeignet.

Was macht ein gutes Futter für Katharinasittiche aus?

Die Körnermischung kann auch für Katharinasittiche so wie die oben beschriebenen aussehen. Auch hier ist Vielfalt Trumpf, auch hier sind fettreiche Sonnenblumenkerne höchstens hin und wieder als Leckerchen ratsam. Alternativ kann hier auch ein Sperlingspapageienfutter ohne SBK gegeben werden.

Der größte Unterschied bei der Ernährung von Katharinasittichen ist, wie oben schon erwähnt, der, dass diese Sittiche neben dem Körnerfutter einen Frischkostanteil von zumindest 50 % benötigen. Bei mir bekommen die Kathis zudem auch regelmäßig frische Äste, gerne mit Knospen oder Blättern. Hier wird auch die Rinde abgeschält und auf diese Weise wertvolle Mineralstoffe aufgenommen. Gerne gebe ich auch Beeren, z. B. Ebereschen, Johannisbeeren oder Felsenbirne, die ich dann auch direkt mit dem ganzen Zweig in die Voliere hänge, so dass die Tiere die Beeren selbst entdecken und “ernten” dürfen. Über die Sommermonate erhalten die Tiere regelmäßig die Samenstände von Gräsern und Grünfutter wie Löwenzahn oder Wegerich. Im Herbst sind Hagebutten ein vitaminreiches Futter. Ansonsten bereichert täglich frisches Obst und / oder Gemüse den Speisezettel meiner Kathis. Am beliebtesten sind hier Äpfel und Birnen, Fenchel und Paprika (samt Samen).

Als Leckerchen bekommen meine Katharinasittiche ab und zu auch Kolbenhirse.

Im Winter, wenn es draußen nicht viel zu sammeln gibt, bereite ich ihnen regelmäßig Keimfutter zu (siehe unten). Oder es gibt einen Golliwog aus dem Zoofachhandel.

Was macht ein gutes Futter für Laufsittiche (Ziegensittiche, Springsittiche) aus?

HIer gilt im Grunde das bei den Katharinasittichen gesagte. Als Körnerfutter kommt ein Großsittichfutter ohne Sonnenblumenkerne in Betracht, gerne im Wechsel mit einem Neophemenfutter oder Sperlingspapageienfutter, wenn diese ohne Sonnenblumenkerne sind. Aber auch ein qualtativ hochwertiges Wellensittichfutter ist in Ordnung. Ich wechsle auch hier immer mal wieder durch, um so eine gewisse Vielfalt zu gewähren.

Wichtig ist auch bei Laufsittichen, dass täglich frisches Obst, Gemüse oder Grünfutter gereicht wird. Beliebt sind z. B. Beeren, Paprika mit Kernen, Gurke, Apfel, Birne, Löwenzahn, frische Gräser, Zuckermais, Kiwis und vieles mehr. Laufsittiche probieren gerne mal etwas Neues und gehen dabei am liebsten an die Kerne, wie oben schon erwähnt.

IMG_2900 (2)Foto: Tomaten nach der Mahlzeit der Springsittiche

Ich möchte daher die allgemeine Empfehlung, Laufsittichen mehr Obst, Gemüse und Grünfutter dahingehend konkretisieren, dass ihnen in erster Linie mehr frische Samen angeboten werden sollten. Sei es in Form von Beeren (Johannisbeeren, Ebereschen, Erdbeeren, Hagebutten, etc.), in Form von Obst (Äpfel und Birnen mit Kernhaus, Kiwi, Granatapfel, Physalis, etc.), in Form von Gemüse (Paprika Innenleben, Gurke, Zucchini, Zuckermais, etc.) oder in Form von Grünfutter (Samenstände von Gräsern, Löwenzahn, etc.).

Auch Blüten werden im Übrigen von Laufsittichen gerne genommen (Gänseblümchen, Klee, Kapuzinerkresse, etc.).

Frische Äste sind auch hier Pflicht, gerne mit Blättern. Oder Zweige (Johannisbeere, Aroniabeere, Felsenbirne, Eberesche) mit Früchten.

Insbesondere Springsittiche dürfen auch einen kleinen Anteil an tierischer Nahrung aufnehmen, z. B. Ameiseneier oder kleinere Insekten. Alternativ kann auch ab und zu ein Eifutter angeboten werden. Allerdings wirklich nur ab und zu (z. B. einmal im Monat), um keinen Bruttrieb hervorzurufen.

Was tun bei Übergewicht?

Bei übergewichtien Sittichen sollte man Haferkörner ganz weglassen und fettreiche Saaten reduzieren. Bei australischen Sittichen kann man zudem den Hirseanteil reduzieren und mehr Grassamen, z. B. von Knaulgras, Schwingelgras oder Weidelgras, dem Futter beimischen. So kann man, ohne die Gesamtfuttermenge zu reduzieren, Kalorien sparen.

Oft wird geraten, bei übergewichtigen Sittichen den Frischkostanteil zu erhöhen. Dieser Schuss kann nach hinten losgehen, da z. B. zuckerhaltige Obstsorten nicht besonders kalorienarm sind und somit nicht zu einer Gewichtsreduktion beitragen. Es sollte dann eher darauf geachtet werden, zuckerarmes Frischfutter anzubieten, wie z. B. Salatgurke, Radieschen oder Löwenzahn.

Sinnvoll kann es auch sein, das Futter dann nicht aus dem Napf anzubieten, sondern die Vögel, wie in der Natur auch, dafür “arbeiten” zu lassen, indem z.B. das Futter an verschiedenen Plätzen ausgestreut wird. Dies sollte natürlich nicht unter Sitzplätzen sein, wo das Futter verkotet werden kann. Weitere Möglichkeiten sind das Aufhängen verschiedener Futterbestandteile (z. B. Grasrispen), so dass sie nur schwer erreicht werden können oder das Nutzen von Futterversteck-Spielzeugen.

Generell sollte man überdenken, ob die Tiere genügend Bewegung haben und wie man ihnen mehr Bewegung verschaffen kann.

Keimfutter selber herstellen

In den Wintermonaten, wenn man nicht die Möglichkeit hat, frischen Löwenzahn aus dem Garten zu füttern, stellt Keimfutter eine prima Alternative dar. Außerdem ist es für die Zucht ein unverzichtbares Aufzuchtfutter. Bei Vögeln, die nicht brüten sollen, sollte die Gabe von Keimfutter auf einmal pro Woche oder einmal pro vierzehn Tagen beschränkt werden.

Die Herstellung von Keimfutter funktioniert folgendermaßen: Die Körner werden sechs bis acht Stunden in Wasser eingeweicht. Danach schüttet man sie auf ein Sieb oder in eine handelsübliche Keimbox.

keimgeraetFoto: Handelsübliches Keimgerät im Einsatz

Dreimal pro Tag müssen die Körner unter fließendem Wasser abgespült werden, damit sich keine Bakterien vermehren. Die Körner können, je nach Sorte, am darauffolgenden Tag als Quellfutter, oder noch einen Tag später als Keimfutter angeboten werden. Was nicht verfüttert wird, kann man zu kleinen Pflänzchen heranwachsen lassen und einige Tage später als Grünfutter anbieten.

weizengrasFoto: Weizengras

Wichtig ist, dass man das Keimfutter, was nicht gefressen wurde, nach einigen Stunden aus dem Käfig nimmt, da es, wenn es nicht regelmäßig mit Wasser gespült wird, schnell verdirbt. Keimfutter lässt sich auch einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.

weizen_im_keimerGekeimter Weizen, wie auf dem Foto oben, wird auch von kleineren Sittichen gerne genommen, meine Wellensittiche sind ganz wild darauf! Hier die Großaufnahme:

gekeimter_weizenIn diesem Stadium, mit dem gerade eben ernscheinenden Keim, wird dem Futter nachgesagt, die meisten Nährstoffe zu enthalten, die sich später durch das weitere Wachstum wieder verbrauchen.

Gut als Keimfutter geeignet sind die auf den Fotos oben gezeigten Weizenkörner. Diese keimen normalerweise auch problemlos nach einem Tag. Es können jedoch auch viele andere Getreidesorten und Samen gekeimt werden. Im Handel werden verschiedene Körnermischungen als Keimfutter angeboten. Dabei handelt es sich um hochkeimfähige Samen. Diese Mischungen enthalten jedoch oft Sorten, die zumindest von kleineren Sittichen nicht angenommen werden (Mungobohnen, Sonnenblumenkerne). Außerdem haben die in den Mischungen enthaltenen Körner oft eine unterschiedliche Keimdauer, so dass eine Sorte bereits einen grünen Spross bekommt, während eine andere gerade erst keimt.

keimfutter_wellensittich

Foto: Handelsübliche Keimfuttermischung für Wellensittiche

Es ist aber wie gesagt auch möglich, das ganz normale Vogelfutter, z. B. Wellensittichfutter oder Großsittichfutter zum Keimen zu bringen, wenn keine anderen Bestandteile als Sämereien (Blüten, Beeren) enthalten sind. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Hirse eine längere Keimzeit hat als z.B. Weizen. Also nicht gleich nach zwei Tagen aufgeben, wenn sich bis dahin noch kein Keim gezeigt hat, sondern fleißig weiterspülen und noch ein bis zwei Tage warten. Wobei das Futter, wie gesagt, in jedem Stadium verfüttert werden kann, also auch wenn noch kein Keim zu sehen ist (Quellfutter).

Ich benutze Weizen in Lebensmittelqualität aus dem Bioladen oder Reformhaus, so dass ich auch gleich noch Keimlinge für den Salat der “Federlosen” ernten kann! Im Zeitalter von EHEC (besondere Colibakterien, die für den Menschen schädlich sein können) lasse ich  dabei natürlich besondere Vorsicht walten und arbeite hygienisch. So können wir unsere gesunden Sprossen genießen, bei denen wir ganz genau wissen, wo sie herkommen und mit was sie in Berührung gekommen sind!

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