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Warum Kathies?

Warum Kathies?

Was spricht nun für die Anschaffung von Katharinasittichen?

Nun, zum Einen sind es ruhige Tiere. Ihre Stimme ist normalerweise nicht sehr durchdringend. Außer wenn sie morgens den Tag begrüßen und abends wieder verabschieden brabbeln sie höchstens mal leise vor sich hin. Sie sind somit vom Geräuschpegel her sehr gut auch für Mehrfamilienwohnhäuser geeignet, und für Sittichfreunde, denen die Dauerbeschallung bei Wellensittichen auf den Wecker geht, eine gute Alternative.

Auch sind es keine großen Nager. Wenn man ihnen hin und wieder frische Zweige anbietet, werden diese zwar gerne angenommen, die Wohnungseinrichtung oder das Holz der Voliere werden jedoch normalerweise verschont. Höchstens Dinge aus Papier, wie Bücher, könnten einer gewissen Gefahr ausgesetzt sein.

596Foto: Katharinasittiche sind sehr soziale Tiere

Sie sondern kaum Gefiederstaub ab. Andere Sittiche, insbesondere Nymphensittiche, sondern sehr große Mengen Gefiederstaub ab, was zum Einen einen großen Reinigungsaufwand mit sich bringt, zum Anderen von vielen Menschen nicht gut vertragen wird. Es ist darüber hinaus gesundheitlich nicht unbedenklich (“Vogelhalterlunge”).

Sie haben eine geringe Fluchtdistanz. Wenn andere Vögel, solange sie noch scheu sind, verrückt in der Voliere herumflattern, wenn man sich diesen nähert, bleiben Kathis normalerweise ruhig sitzen, bis auf eine sehr geringe Distanz. Dies macht die Versorgung der Vögel sehr angenehm, auch wenn sie (noch) nicht wirklich zutraulich sind.

Sie sind verfressen. Kathies verbringen viel Zeit mit der Futteraufnahme. Ihre Ernährung muss sehr vielseitig sein und einen hohen Anteil an Frischfutter (Grünfutter, Obst und Gemüse) enthalten. Sie sind dabei auch eher geneigt, mal einen neuen Futterbestandteil auszuprobieren als viele andere Sittiche. Schnell wird man herausfinden, was zu den Lieblingsspeisen gehört und von daher aus der Hand angeboten werden sollte, wenn man sie zahm bekommen möchte.

Sie sind sehr sozial. Probleme mit der Vergesellschaftung, wie bei vielen anderen Sittichen und Papageien, wird es selten geben, zumindest in ausreichend großen Volieren. Selbst in der Brutzeit sind sie normalerweise nicht aggressiv. Es gibt Fälle, wo mehrere Kathi-Hennen zusammen in einem Nistkasten brüten. Auch mit anderen friedlichen Sittichen (Nymphen, Bourkies) sind sie gut zu vergesellschaften. Es sollte dennoch darauf geachtet werden, dass die Voliere dann ausreichend groß ist, so dass jede Vogelart ihren eigenen Bereich haben kann. Und natürlich müssen es immer mehrere einer Art sein. Also nicht einen Kathi mit einem Bourkie vergesellschaften!

1606244Foto: Katharinasittiche sollen im Schwarm gehalten werden

Keine Angst vor Kathi-Kot!

Oft wird der Kot der Katharinasittiche negativ erwähnt, manche schließen sogar eine Heimtierhaltung deshalb aus.

Tatsache ist, dass aufgrund des hohen Obstanteils in der Nahrung, der Kot der Kathis größer und weicher als z. B. von Wellensittichen und daher einen höheren Reinigungsaufwand erfordert. Wenn man die Voliere von anderen Vögeln einmal die Woche sauber macht, muss man dies bei der gleichen Anzahl Katharinasittiche sicherlich häufiger machen. Die Kotmenge ist schon größer. Die Häufchen sind jedoch gut wasserlöslich, und im Vergleich zu denen von Großpapageien (z. B. Amazonen oder Graupapageien) immer noch weniger “Material”. Vergleichbar sind sie von der Größe und Konsistenz in etwa mit den Häufchen von Mohrenkopfpapageien.

KotFoto: Normaler Kathi-Haufen im Vergleich zu einem 5-Cent-Stück

Es ist ja nun auch nicht so, dass sich der Kot anderer Sittiche oder Papageien von selbst wegputzt, auch wenn dieser kleiner oder trockener sein mag. Papageienhaltung ist einfach auch mit Reinigungsaufwand verbunden, egal, welche Art man wählt, wobei man mit Wellensittichen diesbezüglich sicherlich am besten bedient ist.

Sinnvoll ist es bei Katharinasittichen, wenn diese Freiflug in der Wohnung haben, den Kot  sofort zu entfernen, wenn er “passiert” ist. So kann er ganz einfach mit einem Küchentuch aufgenommen werden. Ist er angetrocknet, entfernt man ihn am besten mit einem feuchten Schwamm und etwas Spülmittel.

Der Vorteil ist, dass Katharinasittiche nicht so oft “machen” wie kleinere Vögel. Also man muss nicht ständig mit dem Küchentuch hinter ihnen stehen. Wer jedoch einen größeren Schwarm hat, ist dann schon gefordert. Hier ist ein gefliestes Vogelzimmer eine gute Option! Oder man muss eben gucken, wie man sich die Haltung so pragmatisch wie möglich organisiert. Ich bin dazu übergegangen, im Vogelzimmer den Boden mit Abdeckpapier auszulegen, wie man es im Baumarkt für wenige Euro beim Malerbedarf erwerben kann.

Papier VolierenbodenFoto: Abdeckpapier für den Volierenboden

Dieses Papier hat den Vorteil, dass die Rolle 1 m breit ist und man somit mit wenig Aufwand rasch den gesamten Volierenboden auslegen kann. Beim Saubermachen hat man das Papier schnell zusammengenommen und entsorgt. In dem Bereich, in dem ich das Obst aufhänge, lege ich zusätzlich ein Stück Zeitungspapier aus, welches ich täglich wechsle.

Weitere Besonderheiten der Katharinasittiche werden hier beschrieben.