Vom Ei zum Pflaumi

Pflaumenkopfsittiche weisen einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf, das heißt, man kann äußerlich sehr gut unterscheiden, welches die männlichen und welches die weiblichen Tiere sind.

IMG_4556Foto: Links weiblicher, rechts männlicher Pflaumenkopfsittich

Das gilt allerdings erst ab einem Alter von 2 1/2 bis 3 Jahre. Vorher gleichen sich die Geschlechter.

IMG_4244Foto: Jugendliche Pflaumenkopfsittiche gleichen sich

Um also tatsächlich ein gegengeschlechtliches Paar zu erwerben, sollte man, wenn man junge Tiere kauft, unbedingt einen DNA-Test haben. So haben schon viele vermeintliche Weibchen plötzlich den typisch männlichen pflaumenfarbigen Kopf bekommen… Umgekehrt ist dies zumindest für Züchter meist weniger schlimm, da bei den Pflaumenkopfsittichen die Hennen seltener sind als die Hähne.

Neben dem sehr intensiven, kräftig rotviolett gefärbten Kopf unterscheiden sich die männlichen Pflaumenkopfsittiche auch durch den dunkelroten Schulterfleck vom Weibchen. Zudem ist auch der Schnabel intenisver gefärbt und der Schwanz länger.

Wenn die Tiere ganz ausgefärbt sind, also im Alter von ca. 3 Jahren, sind sie geschlechtsreif und können für die Zucht eingesetzt werden.

IMG_4510Foto: Im Alter von ca. 2 1/2 Jahren färben die männlichen Pflaumenköpfe um

Pflaumenkopfsittiche sind nicht so ganz leicht zu züchten wie die übrigen auf dieser Seite vorgestellten Sittiche, da sie normalerweise nur einmal im Jahr in Brutstimmung kommen, nämlich in der Zeit von Januar bis April. Wird dieser Zeitpunkt verpasst, geht die Brut schief, o.ä., muss man meist wieder ein ganzes Jahr warten, bis die Tiere erneut brutlustig werden.

Da so früh im Jahr noch kalt sein kann, sollte man vor allem bei Tieren, die in Außenvolieren, also im dazugehörigen Schutzhaus, leben, für überschlagene Temperaturen von 10 bis 15 Grad sorgen.

Pflaumenkopfsittiche sind, wie alle anderen Sittiche auch, Höhlenbrüter. Bei der Wahl des Nistkastens entscheiden sie sich meistens für das Hochkantmodell. Was die Größe anbelangt, gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Manche Züchter schwören auf 50 cm hohe Modelle, bei anderen werden Kästen mit nur 30 cm bevorzugt. Gut ist immer, mehrere Kästen anzubieten.

Foto: Auch Naturstamm-Nisthöhlen werden gerne angenommen

- Fortsetzung folgt -