Vom Ei zum Pflaumi

Pflaumenkopfsittiche weisen einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf, das heißt, man kann äußerlich sehr gut unterscheiden, welches die männlichen und welches die weiblichen Tiere sind. Das gilt allerdings erst ab einem Alter von 2 1/2 bis 3 Jahre. Vorher gleichen sich die Geschlechter.

IMG_4244Foto: Jugendliche Pflaumenkopfsittiche gleichen sich

Um also tatsächlich ein gegengeschlechtliches Paar zu erwerben, sollte man, wenn man junge Tiere kauft, unbedingt einen DNA-Test haben. So haben schon viele vermeintliche Weibchen plötzlich den typisch männlichen pflaumenfarbigen Kopf bekommen… Umgekehrt ist dies meist weniger schlimm, da bei den Pflaumenkopfsittichen die Hennen seltener sind als die Hähne.

Wenn die Tiere ganz ausgefärbt sind, also im Alter von ca. 3 Jahren, sind sie geschlechtsreif und können für die Zucht eingesetzt werden.

Pflaumenkopfsittiche sind von daher nicht so ganz leicht zu züchten wie die übrigen auf dieser Seite vorgestellten Sittiche, da sie normalerweise nur einmal im Jahr in Brutstimmung kommen, nämlich in der Zeit von Januar bis April. Wird dieser Zeitpunkt verpasst, die Brut geht schief, o.ä., muss man meist wieder ein ganzes Jahr warten, bis die Tiere erneut brutlustig werden.

Da so früh im Jahr noch kalt sein kann, sollte man vor allem bei Tieren, die in Außenvolieren, also im dazugehörigen Schutzhaus, leben, für überschlagene Temperaturen von 10 bis 15 Grad sorgen.

Pflaumenkopfsittiche sind, wie alle anderen Sittiche auch, Höhlenbrüter. Bei der Wahl des Nistkastens entscheiden sie sich meistens für das Hochkantmodell. Was die Größe anbelangt, gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Manche Züchter schwören auf 50 cm hohe Modelle, bei anderen werden Kästen mit nur 30 cm bevorzugt. Gut ist immer, mehrere Kästen anzubieten.

Foto: Auch Naturstamm-Nisthöhlen werden gerne angenommen

- Fortsetzung folgt -