Über mich

Zu mir und meiner Sittichzucht

Selfie

Bereits vor über 30 Jahren, als Jugendliche, habe ich begonnen, Wellensittiche zu züchten. Zuerst, sehr provisorisch, in Käfigen im Kinderzimmer, nachher in einer großen Voliere (Koloniebrut). Dann folgten einige Jahre ohne Vögel, als meine Kinder größer waren, habe ich wieder mit einer kleinen Wellensittich-Hobbyzucht angefangen.

Zuerst in einer großen Käfigvoliere, später hat mein Mann unser Dachgeschoss (Spitzgiebel) komplett für die Vögel ausgebaut.

neue_voliUm Missverständnisse zu vermeiden: Auf dem Foto ist der vordere Bereich die neue Voliere. Hinten zwischen Voliere und Fenster steht nur der Krankenkäfig und liegt die Technik für unsere Sateliten-Anlage.

Eine Zeitlang hatte ich noch Nymphensittiche dabei, von denen musste ich mich dann leider wieder trennen, da ich den Federstaub überhaupt nicht vertragen habe, den diese Tiere absondern.

Später habe ich mich dann auch mit der Zucht von Bourkesittichen, Springsittichen, Katharinasittichen, Mohrenkopfpapageien und Sperlingspapageien beschäftigt.

kükenfehlt3Foto: Junge Mohrenkopfpapageien

Ich lege großen Wert darauf, meine Tiere so artgemäß wie möglich zu halten und zu züchten. Da ich viel Freizeit bei den Vögeln verbringe, sind sie auch recht zutraulich. Was ich aber ablehne, sind Zwangszähmungen z.B. durch zeitweise Einzelhaltung, Handaufzucht, o.ä.. Wenn ein Vogel sich entscheidet, nicht zahm zu werden, so darf er das bei mir.

1411225Foto: Junger Bourkesittich

Mein Zuchtziel

Das Züchten stellt für mich einen Weg dar, den Sittichen ein Stück artgerechtes Leben zu ermöglichen. Mir geht es daher nicht um Gewinne oder Zuchterfolge. An Ausstellungen nehme ich aus Prinzip mit meinen Vögeln nicht teil, um ihnen den Stress zu ersparen.

Ich habe somit kein Zuchtziel, welches sich auf das Züchten von bestimmten Farben oder äußerlichen Eigenschaften der Vögel richtet. Die Tiere und ihr Wohlbefinden sollen im Vordergrund stehen.

Leider ist es so gut wie nie möglich, Vögel in Gefangenschaft völlig artgerecht zu halten. Wenngleich meine Sittiche die Möglichkeit haben zu fliegen, so können sie dennoch keine kilometerweiten Strecken zurücklegen, wie sie es in der australischen Wildnis könnten. Wobei man dann auch wieder sehen muss, dass viele Sittiche gar nicht so arg aus Selbstzweck, also zum “Spaß” fliegen, sondern um zu neuen Nahrungsquellen zu kommen oder um vor Feinden zu fliehen. Auch in Australien geben Wellensittiche ihre nomadisierende Lebensweise auf, wenn irgendwo genug Futter vorhanden ist, das heißt, sie bleiben dann in einem Gebiet auch für längere Zeit, lassen es sich gut gehen und ziehen Junge auf. So ähnlich sehe ich das Leben meiner Vögel bei mir. Sie haben zwar keine Möglichkeit zu weiteren oder längeren Flügen, gewinnen dafür aber anderes, nämlich dass sie sich um Futternachschub nicht zu kümmern brauchen und keine Fressfeinde befürchten müssen. Sie können sich ohne Angst mit der Brutpflege beschäftigen, oder, in Zeiten, in denen nicht gebrütet wird, sich mit spaßigen Sachen wie Klettern, Schreddern, Herumflattern, Spielsachen, usw. die Zeit vertreiben. Da die Sittiche, die in Gefangenschaft geboren sind, das freie Fliegen ja gar nicht kennen, glaube ich, dass sie dieses Leben, was sie als Haustiere geboten bekommen, schon auch genießen.

Ich glaube sogar, dass Sittiche auch den Kontakt mit uns Menschen schätzen können. Meine zumindest lieben mich als Futtergeber (ich sage nur: rote Kolbenhirse…), manche machen begeistert beim Clickertraining mit, haben Spaß daran, meine Hände oder Haare zu beknabbern, rufen nach mir, wenn sie merken, dass ich in der Nähe bin, usw. Dies gilt bei den von mir näher beschriebenen Arten insbesondere für Wellensittiche, Nymphensittiche und ganz besonders für die neugierigen Springsittiche. Katharinasittiche und Bourkesittiche haben an einem Menschenkontakt erfahrungsgemäß eher weniger Interesse.

Wichtig ist mir, gesunde und lebenslustige Sittiche zu züchten, weshalb kranke oder wenig aktive, lethargische Tiere bei mir selbstverständlich nicht in die Zucht kommen und natürlich auch schnellstmöglich einem vogelkundigen Tierarzt vorgestellt werden.

Ich lasse meine Paare höchstens zwei Bruten im Jahr machen, im darauffolgenden Jahr dann nur eine Brut, also höchstens drei Bruten in zwei Jahren, damit die Vögel durch das Brutgeschehen nicht zu sehr ausgezehrt werden. Dies sind aber wirklich die Höchstzahlen für brutfreudige Pärchen, meist macht ein Paar gerade mal eine Brut im Jahr oder es gibt auch längere Zuchtpausen.

Ältere Sittiche, so ab fünf Jahren bei Wellensittichen, nehme ich aus der Zucht. Sie dürfen ihr Rentner-Dasein bei mir verbringen. Wenn ein älterer Welli alleine ist, weil das Partnertier gestorben ist, kann allerdings auch sein, dass ich ihn in Privathaltungen abgebe. Immer weider sucht jemand händeringend einen älteren Welli für einen ebenfalls verwitweten älteren Vogel. Ein solches neues Zuhause für einen Vogel, der jahrelang bei mir lebte, muss aber meinen Vorstellungen sehr genau entsprechen!

Meine Sittiche sollen Spaß am Leben und auch an der Fortpflanzung haben, deshalb dürfen sie sich, wenn möglich, ihre Partner selber aussuchen und werden nicht aufgrund von Farbwünschen “zusammengespannt”.

Dennoch freue ich mich natürlich über “schöne” Nachzuchten (gibt es überhaupt hässliche Sittiche?). Besonders liebe ich bei Wellensittichen die Spangles, Weißkopf-Nymphensittiche und bei den Bourkies die wildfarbenen und die Lutinos. Bei den Katharinasittichen kann ich mich gar nicht entscheiden, da gefallen mir alle. Springsittiche mag ich am liebsten in Wildfarbe und gesäumt.

Kein Verkauf an Zoohandlungen

Die Jungvögel, die ich nicht gleich an geeignete neue Besitzer abgeben kann, dürfen bei mir wohnen bleiben. Ich möchte sie nicht an Zoohandlungen abgeben, da ich noch nicht die Zoohandlung gefunden habe, wo ich meine Vögel gerne untergebracht wissen möchte. Auch wenn der Aufenthalt dort möglicherweise kurzzeitig ist und die Zoohandlung bestimmt sogar auf das Wohl der Tiere bedacht ist, ist ein Umgebungswechsel doch immer auch ein Stress für die Tiere. Mir wachsen meine Jungen aber so sehr ans Herz, dass ich ihnen diesen Weg nicht zumuten will, zumal ich dann ja auch keinen Einfluss auf den endgültigen Platz habe und nicht weiß, wo meine Piepser schließlich landen.

Gott sei Dank habe ich genug Platz und kann es mir erlauben, die Jungvögel, die nicht gleich verkauft werden, bei mir zu behalten. Wenn meine Platzkapazitäten eng werden sollten, lasse ich lieber eine oder mehrere Bruten ausfallen.

Ein Vorteil ist, dass ich dadurch auch immer mal erwachsene Abgabevögel habe. Dies ist interessant zu wissen für Halter, bei denen ein Tier verstirbt und wieder ein Zweitvogel in ähnlichem Alter angeschafft werden soll.

Meine Internetseite

Im Jahr 2011 habe ich erstmals eine Wellensittichseite im Internet eingerichtet. Sinn und Zweck war, den Käufern meiner Nachzuchten Informationen zu den Tieren mit an die Hand zu geben. Denn ich habe festgestellt, dass trotz ausführlicher Belehrung bei der Abnahme der Tiere immer noch viele telefonische Rückfragen kamen. Diese beantworte ich natürlich gerne, gleichzeitig fand ich es sinnvoll, allgemeine Informationen in lesbarer Form anzubieten. So entstand die Seite.

Mit der Zeit hat es mir großen Spaß gemacht, diese auszubauen und auch über das tägliche Leben in meiner Voliere zu berichten. So entstand z. B. die Seite “Vom Ei zum Welli“.

Als ich mit den Nymphensittichen angefangen habe, habe ich auch über diese Vögel eine Seite erstellt, ebenso dann auch bei den Mohrenkopfpapageien.

Im Frühjahr 2014 habe ich die Sittichseiten zu einer Seite zusammengefasst und nach und nach durch die Informationen zu den anderen Sittichen ergänzt, so entstand der “Sittichschwarm”.

Nach wie vor macht es mir Freude, die Seite zu pflegen und zu ergänzen. Der Unterpunkt “Artikel” wird in Form eines Blogs geführt, d. h. es kommen dort in unregelmäßigen Abständen neue, aktuelle Beiträge hinzu. Dabei handelt es sich entweder um Updates zu meiner Haltung, z. B. wenn Küken schlüpfen, o.ä., oder um allgemeine Informationen rund um die Sittiche. Es ist dort auch eine Kommentarfunktion eingerichtet (“hinterlasse eine Antwort”), so dass es dort gerne ein bisschen interaktiv werden kann. Ansonsten besteht die Möglichkeit, sich auch über das Kontaktformular an mich direkt zu wenden.

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