Warum Zitronensittiche

Zitronensittiche sind intelligente und liebenswerte kleine Papageien, die verhältnismäßig gut zu halten sind und viel Spaß machen. Zum einen deshalb, da sie recht lebhaft und verspielt sind und daher interessant zu beobachten. Sie stören sich in der Regel auch gar nicht am Beobachter, da sie, zumindest bei mir, keine große Scheu vor dem Menschen zeigen. Viele werden zutraulich und zumindest futterzahm.

Sie lassen sich gut in einer Wohnung halten, da sie vergleichsweise sehr leise Sittiche sind, an denen sich ein Nachbar nicht stören wird. Etwas Platz sollte man ihnen bieten können, da sie gerne fliegen. Noch lieber klettern sie, weshalb frische Äste als Kletterplätze hoch im Kurs stehen.

Zitronensittiche brauchen, wie viele andere südamerikanischen Sittiche, ein Schlafhäuschen. Hierfür eignet sich ein Wellensittichnistkasten, bei dem man den Deckel einfach ein kleines Stückchen offen lässt und in dieser Stellung arretiert, damit es darinnen nicht ganz dunkel ist und sie nicht in Brutstimmung kommen.

Foto: Zitronensittiche brauchen einen Schlafkasten

Von ihrem Verhalten her sind sie sehr papageientypisch und ähneln sehr ihren größeren Verwandten, so benutzen auch sie ihren Fuß als Greifhand. Dabei sind sie relativ klein, etwa wie ein kleinerer Wellensittich, so dass man ihnen auch in der Wohnung genügend Flugraum bieten kann.

Aufgrund ihrer Neugierde lassen sie sich relativ leicht an neue Spiel- und Kletterplätze oder Futterbestandteile gewöhnen. Auch haben sie Interesse daran, was wir Menschen tun, so dass man sich manchmal fragt, wer hier wen beobachtet!

Vom Verhalten her sind sich Zitronensittiche und Aymaras sehr ähnlich, außer dass Zitronensittiche viel friedlicher sind und sich gut im Schwarm halten lassen, auch mit anderen friedlichen Vögeln zusammen. Aymaras dagegen sind sehr territorial und sollten am besten nur paarweise gehalten werden. Zitronensittiche hingegen werden auch erfolgreich in Kolonie gezüchtet, wenn genügend Platz da ist.

Auch sind Zitronensittiche nicht ganz so flugfreudig wie Aymaras, sondern eher die Kletterer. Von daher ist eine interessante Einrichtung der Voliere, z. B. mit verschieden dicken Ästen und gerne auch dünnen, schwankenden Weidenästen, das A und O.

Sie sind keine großen Nager und Zerstörer. Lediglich frische Äste werden gerne beknabbert, oder Spielsachen aus Karton und Papier. Da sie natürlich nicht unterscheiden können, was Spielzeug ist und was nicht, kann ihnen schon auch mal ein Buch zum Opfer fallen. Wenn man ihnen jedoch genügend frische Äste anbietet, sollte die Gefahr relativ gering sein, dass Einrichtungsgegenstände zerstört werden.